Kinder- und Jugendtreff ‚KlickKlack‘

 

Jugend-KulturTreff ‚De Saftlade‘

 

Konzeption ‚Tintenklecks‘

Schreiben als Kreativitätsförderung

Der Begriff der Kreativität spielt seit den sechziger Jahren in der bildungspolitischen Diskussion eine zentrale Rolle.

Innerhalb der vielen Möglichkeiten der Kreativitätsförderung gewinnt das kreative Schreiben eine besondere Bedeutung dadurch, daß es sich des Mediums bedient mit dem wir auch unsere Gedanken ausdrücken: Des Mediums Sprache. So erfährt der Einzelne, daß er sogar dasjenige Medium, das er als ein geregeltes und vorgeprägtes von der Gesellschaft übernommen hat, nutzen kann, um Ungewohntes zum Ausdruck zu bringen.

Da das Spannungsverhältnis von Norm und Abweichung für das Kreativitätskonzept kennzeichnend ist, sind die vielfältigen Formen des verfremdenden Umgangs mit Sprache für das Schreiben als Kreativitätsförderung das methodische Muster. Vom Spiel mit Lauten und Wörtern über das Parodieren von Stilhaltungen bis hin zum Verfassen von Unsinnsgeschichten reichen die Verfahren, mit denen Einfallsreichtum und geistige Beweglichkeit gefördert werden.

 

Kreatives Schreiben erhöht die Ausdrucksfähigkeit der/des Schreibenden, d. h. sprachlose Zustände werden entschärft. Die Fixierung persönlicher Ansichten und Gefühle in schriftlicher Form kann als Methode dienen, Erlebtes und Erfahrenes zu be- und verarbeiten.

In einer Welt des Fernsehens, der Computer und Comics schreitet die Verarmung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit gerade bei Kindern und Jugendlichen rapide voran. Gleichzeitig wird in den Schulen im Fach Deutsch immer mehr Leistung abverlangt.

Sprachlosigkeit und Unfähigkeit sich und seine Gefühle verständlich zu machen, münden nicht selten in Aggressionen. So verstehen wir das Projekt „Tintenklecks‘   nicht als langweilige Aufsatzübung, sondern als kreativ-lustvolle ‚Ausdrucksmöglichkeitenübung‘, die niemanden überfordert.

 

Die Kreativitätsübungen beinhalten:

Metaphernmeditation, spontanes Schreiben zu Wörtercollagen, Textveränderungen durch Persiflage, literarische Kleinformen wie Witz/Sketch, Fabel/Parabel, Anekdote.

Schreibspiele.

 

Die Texte der jungen TeilnehmerInnen am „Tintenklecks“ werden im Internet in der Homepage des ‚KlickKlack‘ http://www.juz-klickklack.de und des ‚Saftlade‘   http://www.desaftlade.de  veröffentlicht.

 

 

 

Walter Böss, September 1999